Cricketwetten
Stand: August 2026
Cricket ist in der Schweiz eine Randsportart. Es gibt einen organisierten Spielbetrieb, aber weder eine breite Fernsehpräsenz noch ein grosses Publikum. In den Wettangeboten taucht der Sport trotzdem auf — vor allem rund um die indische Premier League und die internationalen Kurzformate, die weltweit zu den meistbespielten Ereignissen überhaupt gehören. Diese Seite erklärt deshalb bei den Grundlagen beginnend. Den rechtlichen Rahmen beschreibt die Wettübersicht.
Die Formate
| Format | Dauer | Struktur | Für Wetten |
|---|---|---|---|
| T20 | Rund drei Stunden | 20 Over je Mannschaft, ein Durchgang pro Team | Der Einstiegspunkt: kurz, punktreich, viele Livemärkte |
| ODI | Ein Tag | 50 Over je Mannschaft | Mehr Raum für Wendungen, Totals deutlich höher |
| Test | Bis zu fünf Tage | Zwei Durchgänge je Mannschaft | Unentschieden ist ein realistischer Ausgang und wird eigens angeboten |
Der Grundablauf ist in allen Formaten gleich: Eine Mannschaft schlägt und sammelt Läufe, die andere wirft und versucht, Spieler auszuscheiden. Danach werden die Rollen getauscht. Gewonnen hat, wer mehr Läufe erzielt.
Die Märkte
- Matchsieger — im Kurzformat der Hauptmarkt, weil ein Unentschieden praktisch ausgeschlossen ist.
- Läufe im Durchgang — Über/Unter auf das Ergebnis einer Mannschaft; das Gegenstück zu den Totals in anderen Sportarten.
- Bester Schlagmann — abhängig von der Reihenfolge im Aufgebot, die kurzfristig geändert werden kann.
- Wickets — Wetten auf die Zahl der ausgeschiedenen Spieler oder auf den erfolgreichsten Werfer.
- Läufe in den ersten sechs Over — die Anfangsphase im T20, in der offensiver gespielt wird.
Der Münzwurf und andere Eigenheiten
Vor jeder Partie entscheidet ein Münzwurf, welche Mannschaft beginnt — und diese Entscheidung hat echten Einfluss. Auf manchen Plätzen ist das Nachziehen im Vorteil, weil das Ziel bekannt ist und sich der Belag verändert; auf anderen ist es umgekehrt. Wer vor dem Münzwurf wettet, kalkuliert diese Unsicherheit mit. Ein zweiter Faktor ist das Wetter: Regen kürzt Partien, und dann greift eine Rechenmethode, die das Ziel neu festlegt. Wie ein Anbieter verkürzte Spiele abrechnet, steht in den Wettregeln — dieser Absatz ist bei Cricket wichtiger als bei jeder anderen Sportart.
Wo Cricket gespielt wird
Der Kalender ist über das Jahr verteilt und folgt weitgehend den Jahreszeiten der grossen Cricket-Nationen. Im Frühling steht die indische Premier League im Zentrum, ein T20-Wettbewerb mit hohem Handelsvolumen und entsprechend dicht kalkulierten Quoten. Dazwischen liegen internationale Serien zwischen Nationalmannschaften sowie kürzere Ligen in Australien, England und der Karibik. Für ein Publikum in der Schweiz bedeutet das vor allem eines: Die Anstosszeiten liegen häufig am frühen Morgen oder mitten am Tag, was für Livewetten schlecht planbar ist.
Livewetten
Cricket ist von Natur aus in kleine Einheiten gegliedert: Nach jedem Wurf lässt sich neu rechnen. Entsprechend beweglich sind die Livequoten, insbesondere wenn mehrere Spieler kurz nacheinander ausscheiden. Für Einsteigerinnen und Einsteiger ist das eher eine Warnung als eine Einladung — ohne Verständnis für den Spielstand in Läufen, Over und verbleibenden Wickets ist eine Livequote schwer einzuordnen.
Realistisch bleiben
Wer den Sport nicht kennt, hat hier keinen Wissensvorsprung, sondern einen Rückstand gegenüber einem Markt, der von einem sehr grossen und sehr kundigen Publikum bewegt wird. Sinnvoll ist der Einstieg über kleine Einsätze in Franken, ein einzelnes Turnier zum Mitverfolgen und die Grundmärkte statt der Spielerwetten. Die Einsatzgrösse bleibt dieselbe wie in anderen Sportarten: ein bis zwei Prozent des Wettbudgets pro Schein. Werkzeuge zur Selbstbegrenzung stehen unter Limits und Selbstsperre.